Schmerz.
Faktor Nr.1 des Delirs.
Das ADMOS-Modell soll dies strukturiert verhindern.
Die S3-Leitlinie Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin (DAS-Leitlinie 2020) empfiehlt: Zur Analgesie sollte bei intensivmedizinisch-behandelten Patient:innen in erster Linie eine Opioid-basierte Therapie verwendet werden (S3-Leitlinie, 2020, S. 41). Link
Das postoperative Delir (POCD) ist eine komplexe Störung. Es existiert derzeit kein Medikament, welches allein zur Delir-Behandlung geeignet wäre. In der Therapie sollen nicht-pharmakologische Maßnahmen im Vordergrund stehen – eine rein pharmakologische Behandlung kommt nur bei schwerwiegenden Symptomen zum Einsatz; sie sollte zeitnah, symptomorientiert und niedrig dosiert erfolgen. Link
56 systematischen Reviews zeigten die Evidenz zu pharmakologischen Interventionen vs. Placebo. Für die Behandlung und Prävention des ICU-Delirs konnten α2-Rezeptorgonisten ( z.B. Dexmedetomidin) wahrscheinlich die Delirinzidenz und die Krankenhausverweildauer reduzieren. Die Daten bieten eine moderate bis hohe Evidenz, ohne konsistenten Effekt auf ICU- oder Krankenhausmortalität. Für andere Substanzklassen zeigte sich die Evidenz uneinheitlich bzw. unsicher. Jones et al. (2025) Link
Das Medikament Dexmedetomidin konnte in der Herzchirurgie zeigen, dass zur Prävention des postoperativen Delirs, in 31 randomisierten Studien mit 5628 eingeschlossenen Patient:innen, die Delirinzidenz signifikant (RR 0,61; 95% KI 0,49–0,75; p<0,001) senken und verkürzte die Intensivverweildauer. Dabei war das Risiko für Bradykardien erhöht. Silva et al. (2025) Link
Schmerz, Agitation und Delir sind keine isolierten Herausforderungen
Flow-Chart bei notwendiger pharmakologischer Intervention



